Burg Neideck im Wiesenttal

Burg Neideck


Modell der Burgruine im Museum

Burgruine

 

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=XmapGJYmkow


Nicht mehr nur als Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz präsentiert sich die mächtige Burgruine Neideck ergaben über dem Wiesenttal, sondern auch als archäologischer Park, der interessierte Besucher übe historische Zusammenhänge aufklärt.


 

 

 

 

Die Burgruine Neideck beeindruckt bereits mit den erhaltenen Mauerresten und ihrem Wohntum, der die Neideck prägt. Die archäologischen Untersuchungen erbrachten, dass die Besiedlung auf dem Bergsporn bis in die Bronzezeit (2. Jahrtsd. v. Chr.) zurrückreicht. Bedeutende Mauerreste der Salierzeit (11. Jhd. n. Chr.) sind zum Teil freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, wie beispielweise der imposante Wohnturm mit einem Durchmesser von zehn Metern.

 

 

 

 


Ab dem 13. Jhd. spielt die Neideck als Hauptburg des Adelsgeschlechts der Schlüsselberger eine bedeutende Rolle. Seit 2008 weht die Flagge derer von Schlüsselberg wieder auf der Burgruine. Sie wurde anlässlich der Einweihung des archäologischen Parks auf dem Wohntumr angebracht, der seitdem auch über ein Treppensystem verfügt, das es dem Besucher erlaubt, in luftiger Höhe die Aussicht über das Wiesenttal zu genießen.


Die Anlage war im Mittelalter eindeutig gegliedert und umfasste äußere Vorburg und Hauptburg. In der von einer teilweise noch vorhandenen massiven Schildmauer mit Wehrgang abegesicherten, trapezförmigen äußeren Vorburg befanden sich die Stallungen und Wirtschaftsgebäude wie Vorratshäuser, Fischhaus, Backhaus und Badstube. Das nicht mehr erhaltene Burgtor lag in der Südostecke, wo auch heute noch der Zugang liegt.


Die inner Vorburg liegt um etwa drei Meter höher. Zu ihr gelangt man über einen zweiten, 50 Meter langen und 21 Meter breiten Graben, der von zwei mächtigen Rundtürmen flankier wird. Diese kurz nach 1500 entstandenen Türme weisen durch ihre Mauerstärke und die für Hakenbüchsen geeigneten Schießkammern auf den Beginn der Neuzeit mit veränderter Wehrtechnik hin. Auf dem einstmals ummeuerten Gelände der inneren Vorburg standen im Mittelalter drei oder vier Kemenaten.

 


Zur Hauptburg führte einstmals eine feste Brücke, die bis zu dem bei einer Instandsetung der Jahre 1949 bis 51 erganzten Brückenpfeiler ging.

 

 

 

Dieser Pfeilder bildete gleichzeitig den Aufleger für die drei Meter lange Zugbrücke, die vom Torhaus der Hauptburg aus bedient wurde. Der übergang zur Hauptburg erfolgte gegewärtig auf einem Holzsteg, der über den dritten, bogenförmige verlaufenden, an dieser Stelle 15 Meter breiten Graben fürht. 

Der Graben wurde militärtstrategisch im Osten und im Norden von zwei Abschlussmauern gesichter. Beide Mauern sind noch gut erhalten.

 

 

Die Hauptburg wird von den noch zehn Meter hohen Resten des Wohnturms beherrscht. Dieser wies ehedem vermutlich zwei weitere Geschoße auf und war einstmals über ein Treppenhaus mit einem viereckigen Gebäude verbunden, das auf Zeichnungen von Frühromantikern noch erkennbar ist. Gegenüber stand bis 1347 ein mächtiger Berfried.

 

 

 

 

 

Eine Vielzahl an Informationstafeln gibt Ihnen nähere Auskünfte über diese einzigartige Burgruine im Herzen der Fränkischen Schweiz.

Ein Besuch lohnt sich!


 

 

 

 

 

Archäologischer Park

Der Archäologische Park Neideck kan wie keine zweite Burganlage die historische Entwicklung der Burgtypen im mitteleuropäischen Burgenbau dokumentieren. Dies ist darin begründet, dass die Anlage sehr exakt wissenschaftlich erforscht und dokumentiert ist.
In der Fränkischen Schweiz ist Neideck die einzige mit archäologischen Methoden erforschte mittelalterliche Burg. Bei diesen Forschungsarbeiten, die zwischen 1997 und 2002 erfolgten, wurde festgestellt, dass die Anlage mehrere Murgentypen aus für die Geschite des Burbaus äußerst relevanten Epochen in sich birgt:

Die jüngere Hallstatt-Zeit (500 v. Chr.)

Die älteste Situation bezieht sich auf die jünger Hallstatt-Zeit (500 v. Chr.).
 

Die salische Burg 1050 CE

Zeugnisse hierfür finden sich in der Ringmauer und der Grundmauer eines Rundturms, die auf 1050 n. Chr. datiert wird.

Die staufische Burg 1160- 1200 CE

 In den Jahren 1160 bis 1200 n. Chr. entsteht unter anderem der Wohnturm und der erst 1999 entdeckte Bergfried.

Die schlüsselbergische Burg

Ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderst übernimmt das mächtige Geschlecht der Schlüsselberger die Burg und baut sie zur heute noch erkennbaren Größe mit drei Burgabschnitten aus. Im Jahr 1347 wurde die Anlage von den Nürnberger Burggrafen belagert und zerstört. 
 

Die bambergische Burg

1348 kam die Burg an das Hochstift Bamberg und wurde damit auch baulich noch einmal verändert, vor allem durch Einbau der frühneuzeitlichen Artillerietürme um 1500. Im 2. Markgrafenkrieg 1553 wurde die Anlage geschleift und ausgebrannt. Bis heute is die einst stolze Bur Ruine.


Zur Ausgestaltung des archäologischen Parks entstand neben der teilweisen Sanierung der Einbau einer Aussichtsplattform in den Wohnturm. Rekonstruktionen mit Hinweistafeln liefern Erklärungen für die einstigen Tage der Burgruine. Neben der Rekonstruktion des salischen Wohnturms befindet sich ein Informationspavillion, der auf Ihren Besuch wartet.


Sie bezieht sich auf Funder der jüngeren Hallstatt-Zeit (500 v. Chr.).

Originaltext von Touristinformation Muggendorf/Streitberg

www.wiedenttal.de Tel. +49 09196/929931

Lage

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberfranken
Region:Fränkische Schweiz  Oberfranken
LandkreisForchheim
Ort91346 Wiesenttal-Streitberg
Lage:auf einem Kalksteinfelsen am Südufer der Wiesent gegenüber der Ruine Streitberg
Koordinaten:49.809008°, 11.23336°
Google MapsOpenStreetMapOpenTopoMap

Die Burg Neideck in der Literatur

 

 Google books: https://books.google.es/books?id=Cq8XAAAAIAAJ&pg=PP1#v=onepage&q&f=false

Mehr erfahren

Augenblicke: https://www.augenblicke-fotoblog.de/2017/01/rund-um-die-burgruine-neideck.html

Geo.de: https://www.geo.de/reisen/reise-inspiration/17901-bstr-zauberhafte-orte-um-die-sich-legenden-und-sagen-ranken/238761-img-burg-neideck-deutschland

Unterwegs im Wiesenttal: https://www.geschichte-zu-fuss.de/fraenkische-schweiz-neideck/ 

Mehr Photos: https://www.komoot.com/highlight/180855

Alleburgen: https://www.alleburgen.de/bd.php?id=2313 

Burgrekonstruktion: https://www.burgrekonstruktion.de/portfolio/bayern/


 

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